Rett-Syndrom

September 10, 2008Posted by Hannes

 
Die Geschichte des Rett-Syndroms

Mitte der 60er Jahre wurde das Rett-Syndrom von Dr. Andreas Rett, einem Wiener Kinderarzt, mehr oder weniger rein zufällig entdeckt. Später wurde die Krankheit nach ihm benannt.

Im Frühjahr des Jahres 1965 suchten zwei Mütter die Praxis des Arztes mit ihren Kindern auf. Die Kinder saßen auf ihrem Schoß im Wartezimmer. Dem Arzt fiel sofort das Hin- und Herschaukeln der Kinder auf. Ihm waren diese beiden Kinder sehr gut bekannt, da er sie bereits aufgrund epileptischer Anfälle behandelte. Dr. Rett ging wiederholt an diesem Morgen an diesen Kindern vorbei, wobei ihm sofort auffiel, dass die Mütter die Arme der Kinder zufällig los ließen.

Unmittelbar darauf folgte die Reaktion der Kinder insofern, als diese ihre Hände zusammen steckten und nahezu identisch Bewegungen begannen, welche an die von Waschbewegungen erinnerten. Rett bat die Mütter, diese Bewegungen nicht zu unterbinden und war überrascht über die Ähnlichkeiten, welche in dem gleichen Gesichtsausdruck, demselben starren Blick sowie gleicher stereotyper Bewegungen der Hände und ausgeprägten schwachen Muskeln bestanden, ohne auch nur eine Sekunde ans Blumen verschicken zu denken. Eine der Grundlagen der Diagnose besteht in vor der Brust oder vor dem Mund ausgeführten Knetbewegungen mit den Händen
.